leitender Arzt
Dr. med. Winfried Weber
Naturheilverfahren Umweltmedizin Frauenheilkunde Selbstzahler- und Privatärztliche Praxis

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64283 Darmstadt

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Intelligenz bis ins Alter - das sollten Sie wissen

Mit zunehmendem Alter nimmt die geistige Leistungsfähigkeit ab, denn auch das Gehirn ist Alterungsprozessen unterworfen. Beschleunigt wird diese Entwicklung durch Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen und neurodegenerative Erkrankungen. Davon betroffen sind die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis und die Intelligenz.

Man unterscheidet zwei Formen der Intelligenz: Die so genannte kristalline Intelligenz beschreibt ein durch Kultur und Bildung erworbenes Wissen sowie sprachliches Wissen und Verstehen.
Unter der so genannten fluiden Intelligenz versteht man die Fähigkeit zur Lösung neuartiger Probleme sowie abstraktes Denken.

Die kristalline Intelligenz kann bis ins hohe Alter durch geistige Aktivität erhalten beziehungsweise gesteigert werden. Die fluide Intelligenz hingegen nimmt ungefähr ab dem 25. Lebensjahr kontinuierlich ab. Weitere Veränderungen, die im Laufe der Lebensjahre eintreten, lassen sich wie folgt beschreiben.
  • Die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung sinkt.
  • Das Denken an sich wird langsamer.
  • Die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses nimmt ab.
  • Das Quellengedächtnis, das den Kontext von Erinnerungen speichert, nimmt ebenfalls ab.
  • Während das Kurzzeitgedächtnis bis ins 80. Lebensjahrzehnt konstant bleibt, lässt das Langzeitgedächtnis ab dem mittleren Lebensalter nach.
Ist bereits eine leichte kognitive Störung vorhanden, so kann sie sich durch Merkmale wie Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit sowie Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten ankündigen. Dieser unerwünschten Entwicklung kann durch kognitives Training vorgebeugt werden: Das menschliche Gehirn ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Durch das Training verbessert sich die Durchblutung des Gehirns sowie der Hirnstoffwechsel und dadurch letztlich die geistige Leistungsfähigkeit.

Als besonders effektiv haben sich Trainingsprogramme erwiesen, die eine Kombination aus kognitiven Aufgaben und feinmotorischen Anforderungen darstellen. Des Weiteren sollte das Training alltagsbezogen sein. Ungezieltes �Gehirnjogging� sowie reines Wiederholen sind eher unwirksam.